Verletzte Grenzen, neue Wege: Sexualität nach belastenden Erfahrungen

Shownotes

In dieser Folge sprechen wir mit Frau PD Dr. Sarah Biedermann über ein Thema, das oft im Verborgenen bleibt: den Zusammenhang zwischen Sexualität und Trauma.

Wie beeinflussen traumatische Erfahrungen unser Erleben von Nähe, Lust und Intimität? Warum reagiert der Körper manchmal anders, als wir es uns wünschen? Und wie kann ein sicherer Umgang mit der eigenen Sexualität (wieder) entstehen?

Wir sprechen darüber:

  • wie Trauma im Körper gespeichert wird
  • warum Intimität triggern kann
  • welche Rolle Grenzen und Sicherheit spielen
  • wie Heilung und Selbstbestimmung möglich werden

Diese Folge richtet sich an alle, die sich selbst besser verstehen möchten – oder Menschen begleiten, die von Trauma betroffen sind.

💡 Hinweis: In dieser Episode werden sensible Themen angesprochen.


**Wissenskontor & Buchtitel **

Melanie Büttner, Sexualität und Trauma. Grundlagen und Therapie traumaassoziierter sexueller Störungen, Klett-Cotta: Stuttgart, 3. Nachdruck, 2025.

Mazinan et al., Borderline personality disorder and sexuality: causes and consequences of dissociative symptoms. Borderline Personality Disorder and Emotion Dysregulation (2024) 11:8 https://doi.org/10.1186/s40479-024-00251-6

Natalja Vulto, Sarah Biedermann, Melanie Büttner, Thomas Ehring, Laura Hatzler, Leonhard Kratzer, Susanne Nick, Martin Sack, Johanna Schröder & Larissa Wolkenstein (03 Nov 2025): The Sexual Problems Following Trauma Questionnaire (SPTQ): Development and Psychometric Properties, The Journal of Sex Research, DOI: 10.1080/00224499.2025.2572013

Warkentin et al., BDSM and masochistic sexual fantasies in women with borderline personality disorder: simply on the spectrum of “normality” or source of suffering? Borderline Personality Disorder and Emotion Dysregulation (2025) 12:7

Alessandra Rellini, Review of the Empirical Evidence for a Theoretical Model to Understand the Sexual Problems of Women with a History of CSA, The Journal of Sexual Medicine, Volume 5, Issue 1, January 2008, Pages 31–46, https://doi.org/10.1111/j.1743-6109.2007.00652.x

Yehuda, R., Lehrner, A. M. Y., & Rosenbaum, T. Y. (2015). PTSD and sexual dysfunction in men and women. The journal of sexual medicine, 12(5), 1107-1119. https://doi.org/10.1111/jsm.12856

Gewirtz-Meydan, A., & Godbout, N. (2023). Between pleasure, guilt, and dissociation: How trauma unfolds in the sexuality of childhood sexual abuse survivors. Child Abuse and Neglect, 141, 106195. https://doi.org/10.1016/j.chiabu.2023.106195

Gewirtz-Meydan, A., & Opuda, E. (2022). The Impact of Child Sexual Abuse on Men's Sexual Function: A Systematic Review. Trauma Violence Abuse, 23(1), 265-277. https://doi.org/10.1177/1524838020939134

Bornefeld-Ettmann, P., Steil, R., Lieberz, K. A., Bohus, M., Rausch, S., Herzog, J., Priebe, K., Fydrich, T., & Muller-Engelmann, M. (2018). Sexual Functioning After Childhood Abuse: The Influence of Post-Traumatic Stress Disorder and Trauma Exposure. The Journal of Sexual Medicine, 15(4), 529-538. https://doi.org/10.1016/j.jsxm.2018.02.016

Brotto, L. A., Seal, B. N., & Rellini, A. (2012). Pilot study of a brief cognitive behavioral versus mindfulness-based intervention for women with sexual distress and a history of childhood sexual abuse. Journal of Sex and Marital Therapy, 38(1), 1-27. https://doi.org/10.1080/0092623X.2011.569636

**Weitere Informationen: **

Fragebogen zu sexuellen Problemen nach traumatischen Erfahrungen (FSPT): Full article: The Sexual Problems Following Trauma Questionnaire (SPTQ): Development and Psychometric Properties

Universitätsklinikum Hamburg:
Social and Emotional Neuroscience (SENS) - Arbeitsgruppe Soziale und Emotionale Neurowissenschaften: https://www.uke.de/kliniken-institute/kliniken/psychiatrie-und-psychotherapie/forschung/ag-soziale-und-emotionale-neurowissenschaften.html


**Zu Gast **

PD Dr. med. Sarah Biedermann ist Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Oberärztin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE).

Neben ihrer klinischen Arbeit verfügt sie über zusätzliche Weiterbildungen in Sexualmedizin und Traumatherapie. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Tätigkeit liegt auf den Zusammenhängen von Trauma und Sexualität.

In Forschung und Lehre beschäftigt sie sich mit sozial-emotionalen Prozessen sowie den Auswirkungen traumatischer Erfahrungen auf psychische und sexuelle Gesundheit. Ziel ihrer wissenschaftlichen Arbeit ist es, durch fundierte Untersuchungen sowohl die Grundlagen besser zu verstehen als auch innovative Therapieansätze zu entwickeln. Dabei verfolgt sie insbesondere verhaltenstherapeutische und neurobiologische Ansätze, um Wissen zu vertiefen und die Versorgung von Betroffenen nachhaltig zu verbessern.

Ihre wissenschaftlichen Publikationen umfassen Themen wie posttraumatische Belastungsstörungen, Persönlichkeitsstörungen und sexuelle Funktionsstörungen im Kontext von Trauma.


**PycheToday – Der Blomenburg Podcast **

Dr. Grabhorn, ärztliche Direktorin der Blomenburg Privatkliniken, spricht mit Experten:innen über aktuelle Themen aus dem Bereich der Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik. Jeden Monat erwarten Sie neben spannenden Fachinterviews & Diskussionen mit bekannten Expert:innen, fachliche News, spannende Buchtipps sowie Anregungen aus unserem Wissenschaftskontor.


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